Branchenkennzahlen Augenoptik

Fortschreitende Auslagerung der Fertigung

Die für mittelständische Augenoptiker repräsentative Branchenstrukturerhebung 2015 des ZVA ist abgeschlossen und liefert interessante Ergebnisse

Die Auswertung der Branchenstrukturerhebung 2015 des Zentralverbandes der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) ist abgeschlossen. Vom 1. September bis 10. Oktober 2015 nahmen 837 Hauptbetriebe mit insgesamt 986 Geschäften an der Online-Umfrage teil; die Erhebung ist somit repräsentativ für die mittelständischen Augenoptiker (ohne Großfilialisten).
 
Im Vergleich zur Erhebung des ZVA vor rund vier Jahren haben sich viele Trends bestätigt. Es zeigt sich beispielsweise, dass immer mehr stationäre Augenoptiker Brillengläser bereits fertig gerandet beziehungsweise sogar die Brillen endgefertigt liefern lassen. Die Möglichkeit der Endrandung (25 %, plus 10 Prozentpunkte) und des Glazing (15 %, plus 5) wird deutlich häufiger genutzt als noch vor vier Jahren. Auf der anderen Seite kommt für mehr als 60 Prozent der Augenoptiker diese Auslagerung der Werkstattarbeit auch heute in der Regel noch nicht infrage.
 
Auffallend ist, dass die Inhaber der Betriebe und auch deren Personal durchschnittlich älter sind als bei der letzten Befragung dieser Art. So ist das Durchschnittsalter der Inhaber auf 52,3 Jahre angestiegen (2010: 51), beim Personal gibt es sogar einen Anstieg von 40,6 auf 43,1 Jahre. Während sich die Zahl der Betriebe mit einem Jahresumsatz von bis zu 250.000 Euro von 50 % auf 45 % verringert hat, gibt es im Ost/West-Vergleich bei den Umsatzzahlen im Bundesgebiet keine neue Entwicklung: Immer noch liegen die Betriebe in den alten Bundesländern mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 353.400 Euro vor den übrigen (257.800 Euro). 
 
 

zurück zu Branchendaten