Vorteile einer Innungsmitgliedschaft

Gemeinsam stark.

 

Bild verschiedener Hände aufeinander

Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) bildet gemeinsam mit den Landesinnungsverbänden, Landes- und Augenoptikerinnungen ein Netzwerk mit einem breiten Dienstleistungsangebot für dessen Mitglieder. Eine Innungsmitgliedschaft bietet somit nicht nur zahlreiche Vorteile für den einzelnen Betrieb, sondern trägt auch dazu bei, dass der Berufsstand der Augenoptik bundesweit als starke Gemeinschaft auftreten und seinen Interessen Gehör verschaffen kann. Das Netzwerk aus Innungen und Bundesverband setzt sich für eine qualifizierte Ausbildung des Nachwuchses ebenso ein wie für eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung oder Spezialisierung. Als Ansprechpartner für alle Belange der Mitglieder berät und vermittelt das Innungsnetz und tritt in den Dialog mit der Öffentlichkeit und dem Gesetzgeber. Nicht zuletzt stärken Innungen und ZVA die positive Wahrnehmung der Augenoptik in den Medien und lenken den Blick auf aktuelle Themen des Berufsstandes. 

 

I Wir sind Berufsexperten

Wir bilden aus. 

Bild von Auszubildenden der Augenoptik in einer WerkstattBei Fragen und Problemen rund um die Ausbildung ist die Innung der richtige Ansprechpartner: 
Die Innungen überwachen die Lehrlingsausbildung und nehmen die gestreckte Gesellenprüfung ab – Gesellenprüfungsausschüsse garantieren eine sachgerechte und ordnungsgemäße Durchführung und sichern damit die Qualität der Berufsausbildung. 
Über den Bundesinnungsverband werden beispielsweise Empfehlungen und Hilfestellungen für die Bewertung der praktischen Teile der Gesellenprüfung erarbeitet. Die Innung arbeitet außerdem eng mit den Berufsschulen zusammen und stärkt damit das duale System, häufig ist sie darüber hinaus Träger der überbetrieblichen Ausbildung
Im Falle von Streitigkeiten zwischen Betrieb und Lehrling ist der Lehrlingswart der Innung der richtige Ansprechpartner. 
Eine Innungsmitgliedschaft bietet Einsparmöglichkeiten im Ausbildungsbereich, beispielsweise bei Prüfungsgebühren oder der überbetrieblichen Ausbildung. 
Die Meisterprüfungs- und Ausbildungsordnungen werden gemeinsam von den Innungen und dem Bundesverband zusammen mit den Sozialpartnern erarbeitet und sind bindend für die gesamte Augenoptik.  Innungsmitglieder nehmen somit direkt Einfluss auf die Arbeitsbedingungen – zum Wohle des gesamten Berufsstandes. 
 
Darüber hinaus setzt sich das Netzwerk aus Innungen und Bundesverband aktiv für eine bundesweit qualitätsgesicherte, einheitliche Umsetzung der Meisterprüfung mittels Erstellung einer Datenbank für Prüfungsaufgaben ein. An der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln (HFAK), der Fachakademie für Augenoptik in München, der Fachakademie für Augenoptik der Augenoptiker-Innung Hannover, dem Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Augenoptiker- und Optometristen-Innung des Landes Brandenburg und dem ZVA-Bildungszentrum in Knechtsteden profitieren Augenoptiker mit bestandener Gesellenprüfung von einem hochwertigen Fort- und Weiterbildungsangebot des Berufsstandes. Darüber hinaus bietet sich dort die Möglichkeit, ein Bachelorstudium aufzunehmen.
 
Wir fördern, forschen und bilden fort. 
Regelmäßige Seminare für Berufsangehörige, Ausbilder und Sachverständige helfen, stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen in der Branche zu sein. 
Durch die Stiftung Forschungsgemeinschaft Deutscher Augenoptiker unterstützen wir darüber hinaus wissenschaftliche Studien, treiben technische Innovationen voran und vergeben Stipendien. Die Innungen bieten außerdem Erfahrungsaustausch und Geselligkeit durch überfachliche Seminare, Lossprechungsfeiern und weitere Veranstaltungen wie zum Beispiel Fachtagungen.
In den Erfa-Gruppen des ZVA findet ein reger Austausch untereinander statt. 
 

II Wir sind Ansprechpartner

Wir informieren. 
Besucher im Auditorium einer Fachtagung des ZVAMit einem breiten Informationsangebot helfen wir Augenoptikern, angesichts der rasanten (Weiter-) Entwicklung von Techniken und Verfahren sowie Gesetzen und wirtschaftlichen Gegebenheiten den Überblick zu behalten. Auch angesichts des digitalen Wandels wird die stetige Information über aktuelle Entwicklungen immer wichtiger. 
Wir erarbeiten betriebswirtschaftliche Branchenkennzahlen, Statistiken, Systeme für die individuelle betriebliche Kalkulation und klären Abrechnungsprobleme mit Krankenkassen. Jährlich entsteht hieraus ein umfangreicher Branchenbericht
In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben Innungsbetriebe die Möglichkeit, zweimal im Jahr an einer praxisorientierten Markt- und Potenzialanalyse teilzunehmen und konkrete Tipps für den betrieblichen Alltag zu erhalten.  
Zusätzlich erstellen wir kostenlose Broschüren zu betriebswirtschaftlichen Themen für Innungsmitglieder, versenden Rundschreiben, stellen Infoblätter zusammen und geben Fachinformationen heraus. 
Die Innungen bieten darüber hinaus Kurse, Seminare, Vorträge und fachliche Informations- und Fortbildungsveranstaltungen für ihre Mitglieder an. Auch die Innungsversammlung dient dem regelmäßigen Informationsaustausch. Wir sind gleichermaßen Ansprechpartner für Verbraucherverbände, Medien, Krankenkassen, Gesetzgeber sowie die optische Industrie.
 
Wir beraten. 
Bei technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Problemen vermitteln wir bei Bedarf Betriebsberater bzw. Berater der Fachverbände oder der Handwerkskammer. Auch bei Differenzen mit diversen Ämtern kann die Innung Unternehmern beratend und vermittelnd zur Seite stehen. Innungsmitglieder profitieren darüber hinaus vom Erfahrungsschatz der Innung. Sie können sich jederzeit zu allen Anliegen rund um den Betrieb beraten lassen sowie Hilfe bei Problemen in Anspruch nehmen. Die Innung berät außerdem in allen Rechtsfragen und bietet erfahrene Prozessvertretung zum Beispiel in Arbeits- und Sozialrechtsstreitigkeiten.
 

III Wir sind Ihr Sprachrohr 

Wir verhandeln.
Die Innungen fungieren als Sprachrohr und Vertretung der Augenoptiker, beispielsweise beim Gesetzgeber, Behörden, Gerichten und Krankenkassen und führen Musterprozesse. Ein Beispiel hierfür ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), nach dem Online-Anbietern von Brillen künftig untersagt ist, für diese mit der Aussage „in Optiker-Qualität“ zu werben. Zuvor hatte der ZVA bereits vor Gericht durchgesetzt, dass Gleitsichtbrillen aus dem Internet mit einem Warnhinweis versehen werden müssen. Mehr hierzu auch in unserem Positionspapier Online-Handel. 
Wir setzen uns außerdem für die Stellung und die Forderungen der Augenoptiker ein, zum Beispiel für ein umfassendes Refraktionsrecht und dessen Beibehaltung auch nach Inkrafttreten des Heil- und Hilfsmittelversorgungsstärkungsgesetzes (HHVG). Ausführliche Informationen zum HHVG gibt es hier. Auch vertreten wir die stationären Augenoptiker in Organisationen wie dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), dem Unternehmerverband des Deutschen Handwerks (UDH), dem Kuratorium Gutes Sehen (KGS), dem Europäischen Rat für Optometrie und Optik (ECOO) sowie der Wettbewerbszentrale.
In der Augenoptik gelten zum Teil unterschiedliche Tarifvereinbarungen bzw. -empfehlungen. Wir setzen uns für bundesweit einheitliche Tarife ein und verhandeln mit Gewerkschaften. Die Innungen können detaillierte Auskünfte zum Tarifrecht erteilen und Innungsmitglieder erhalten unverzüglich die neuesten Tarifvereinbarungen.
 
Wir stärken Ihr Bild in der Öffentlichkeit. 
Mit erfolgreichen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit tragen wir zum Erfolg der Handwerksbetriebe bei. An Gemeinschaftskampagnen – ganz allgemein zum Serviceangebot der Augenoptiker oder zu spezifischen Branchenthemen wie beispielsweise der Bildschirmbrille – können  Mitglieder aktiv teilhaben. In den sozialen Medien werden Branchenangehörige via Facebook und Twitter über wichtige Themen informiert und haben die Möglichkeit, sich tagesaktuell über Neuigkeiten aus der Augenoptik auszutauschen. Auch Gemeinschaftskampagnen werden über die sozialen Netzwerke an die Öffentlichkeit herangetragen.
Die Innungen pflegen Kontakte zu den Medien, veranstalten Pressekonferenzen zu aktuellen Branchenthemen und geben Mitteilungen heraus. Presseinformationen werden nicht nur bundesweit an alle relevanten Medien versandt; Innungsbetriebe können diese auch gezielt in ihrer eigenen Pressearbeit einsetzen. 
Veranstaltungen gehören ebenso zum Portfolio wie die Beteiligung an der Fachmesse Opti mit einem eigenen Messestand, der medienwirksamen Begleitung der wichtigsten augenoptischen Fachmesse sowie die Beteiligung am Opti-Forum in Form von eigenen Diskussionsrunden mit hochkarätigen Teilnehmern. 
Innungsmitglieder sind in zahlreiche Aktivitäten im Bereich von Öffentlichkeitsarbeit und Werbung eingebunden und profitieren somit von einer professionellen Außendarstellung der Augenoptik. Eine Innungsmitgliedschaft beinhaltet eine Listung in der Optikersuche inklusive eigenem Optikerprofil auf der Website www.1xo.de. Darüber hinaus haben Innungsmitglieder Zugang zu POS-Artikeln und Werbematerialien aus dem 1xo-Werbemittelshop im Rahmen von Kampagnen.
 
 
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