Startseite » Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie (AQRL)
Die Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie (AQRL) wurden nun um ein neues Kapitel zum Myopie-Management erweitert. Mit dem neuen Kapitel 7 werden erstmals einheitliche Standards für die augenoptische und optometrische Versorgung von Kindern mit fortschreitender Kurzsichtigkeit festgeschrieben. Damit tragen die AQRL der wachsenden Bedeutung des Myopie-Managements in der augenoptischen Praxis Rechnung.
Die AQRL bilden die fachliche Grundlage für die qualitätsgesicherte Berufsausübung in der Augenoptik und Optometrie. Augenoptiker und Optometristen erkennen und korrigieren Fehlsichtigkeiten mit geeigneten Methoden und wenden im Rahmen der Versorgung mit Brillen, Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen verschiedene Test-, Prüf- und Messverfahren an. Ziel ist es dabei auch, Auffälligkeiten am Auge, die die Sehfunktion beeinträchtigen, aufzudecken und Risikofaktoren für häufige Augenerkrankungen zu erkennen.
Die erstmals 1994 veröffentlichten Arbeits- und Qualitätsrichtlinien werden kontinuierlich weiterentwickelt und an den aktuellen Stand der Technik sowie neue fachliche Erkenntnisse angepasst. Sie umfassen das gesamte Tätigkeitsfeld der deutschen Augenoptik und Optometrie, wie es durch die Ausbildungsordnung und das Meisterprüfungsberufsbild vorgegeben ist, und spiegeln die herrschende Fachmeinung des Berufsstandes wider.
Für die Erarbeitung und Aktualisierung der einzelnen Kapitel setzt der fachwissenschaftliche Ausschuss des ZVA Arbeitskreise ein. In diesen wirken praktizierende Augenoptiker und Optometristen sowie Vertreter der Hochschulen mit.
Die aktuelle Fassung der AQRL wurde auf der ZVA-Mitgliederversammlung am 10. Oktober 2026 verabschiedet.