Lesen Sie hier ein Statement von ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod zur Corona-Krise und ihren Auswirkungen auf die Augenoptikbetriebe

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich bedanke mich bei den über 1.500 Kollegen, die trotz multipler Belastungen im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Lage die Zeit gefunden haben, unsere Umfrage zur aktuellen Situation ihrer Betriebe zu beantworten. Ihre Antworten sind für uns als Verband eminent wichtig, um berufspolitisch im Interesse der Gemeinschaft der Innungsmitglieder handeln zu können.

So individuell wie unsere Betriebe am Markt agieren, so individuell fallen auch die Reaktionen der Inhaber auf die gegenwärtig extremen und bisher unbekannten Herausforderungen aus. Trotzdem lassen sich einige Trends erkennen. Sehr deutlich zeigt sich dies zum Beispiel bei den Antworten auf die Frage nach der Öffnung der Betriebe: 95 % der Kollegen machen von dieser Möglichkeit in verschiedener Weise Gebrauch. Zwei Drittel der Teilnehmer der Befragung sind deutlich gegen behördlich angeordnete Schließungen. Das verbleibende Drittel teilt sich hälftig in Schließungsbefürworter und Unentschlossene.

Unsere Blitzumfrage zeigt außerdem, dass viele von uns bereits im März empfindliche Umsatzeinbußen verzeichnen mussten, für April aber mit noch größeren Rückgängen rechnen. Vor diesem Hintergrund kann das Gebot der Stunde nur lauten, die Liquidität zusammenzuhalten und hierfür alle Hilfen in Anspruch zu nehmen, die einem geboten werden. Benötigen Sie diesbezüglich Informationen oder Unterstützung, sind die Mitarbeiter der Geschäftsstellen Ihrer Innungen und Innungsverbände mit passgenauen und landes- oder gar regionalspezifischen Erlassen, Gesetzen, Verboten und Hilfen wie gewohnt für Sie da – nutzen Sie diese Möglichkeit!

Bei genau diesen Mitarbeitern möchte ich mich ganz herzlich für die unschätzbare Arbeit der letzten Wochen bedanken. Über die Geschäftsstellen der LI/LIV erhalten Sie, liebe Kollegen, genau die Hilfestellungen, die Sie individuell für das Überleben Ihres Geschäftes benötigen.

Wir als Bundesverband bündeln Ihre Wünsche an die Politik. Bereits am 24. März haben wir uns in einem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister gewandt und ihn dringend gebeten, auch die Augenoptikbetriebe mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel auszustatten und diesen Umstand bei den weiteren Planungen zu berücksichtigen.

Ob regional oder national, ob auf Landes- oder Bundesebene, wir setzen uns für Sie ein. Und ein Gutes hatten HHVG & Co: Wir sind mittlerweile sehr krisenerprobt. Deshalb bin ich mir sicher, dass die innungsangehörigen Augenoptikbetriebe als Gemeinschaft auch diese schwierige Zeit überstehen. 

Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße

Ihr Thomas Truckenbrod

 

Leipzig, 2. April 2020