Bayerischer Landesinnungsverband für Augenoptik und Optometrie

Die Homepage des LIV Bayern kommt urig und bodenständig in blau-weißen Rhomben und ehrwürdigem Siegel daher. Informationen und Links, beispielsweise zu einer interaktiven Berufsberatung oder zum ZVA-Werbespot machen zwar Appetit auf mehr, vor allem wird aber auf den möglichen Kontakt zu den Mitarbeitern verwiesen. Bislang setzt der Bayerischer Landesinnungsverband für Augenoptik und Optometrie seine Homepage bewusst nur als Informationsinstrument ein – mit dem Ziel, den persönlichen Kontakt zwischen Mitgliedern und Berufsstandsvertretung zu fördern. In diesem Sinne steht man in der Geschäftsstelle in Regensburg seinen Mitgliedern lieber persönlich und mit sympathischer bayerischer Klangart Rede und Antwort. 


Die Geschäftsstelle des Landesinnungsverbandes Bayern befindet sich in einem Jugendstilhaus am Rande des Zentrums von Regensburg. Hier werden unter der Leitung on Diplom-Volkswirt Hans Hopf, Geschäftsführer seit 1990, alle berufsstandorganisatorischen Aufgaben, die den Bereich des Freistaates Bayern betreffen, organisiert. Der LIV Bayern dient dabei als Dachorganisation für vier der insgesamt fünf bayerischen Augenoptikerinnungen: München/Oberbayern, Niederbayern/Ober pfalz, Oberfranken und Schwaben. Die Augenoptikerinnung Mittel-Unterfranken ist hingegen 1991 aus berufspolitischen Gründen ausgetreten. Seit seinem Umzug von München nach Regensburg 1993 betreibt der LIV Bayern mit drei seiner vier Mitgliedsinnungen in der Domstadt eine gemeinsame Geschäftsstelle, deren Zusammenarbeit ganz an den Interessen der  Mitglieder ausgerichtet sei, so Hopf. Auch die Kooperation mit den Berufsschulen und der Fachakademie für Augenoptik (FFA München) sei eng und partnerschaftlich. In der bayerischen Berufsstandsorganisation sind derzeit rund 60 selbstständige Augenoptiker in ehrenamtlichen Funktionen tätig; im Hauptamt sind es wiederum vier Voll-bzw. Teilzeitbeschäftigte. Insgesamt verfügen die in der Geschäftsstelle organisierten Verbände über ein Budgetvolumen von knapp einer Mio. Euro für die einzelnen Innungen, den LIV sowie den ZVA. Der LIV Bayern ist mit insgesamt 697 Mitgliedern derzeit bundesweit der viertgrößte Landesinnungsverband und kann Hopf zufolge rund 50 Prozent der Augenoptiker, die einen Betrieb eröffnen oder übernehmen zusätzlich als Mitglieder gewinnen. 

Gesamtpaket 

Der Service des LIV Bayern umfasst die klassischen Aufgaben einer Interessenvertretung. So organisiert er die Ausbildung, erstellt Tarifverträge, übernimmt berufspolitische Aufgaben und informiert seine Mitglieder regelmäßig zu aktuellen Themen. Die Mitglieder bekommen außerdem Antworten auf alle rechtlichen und unternehmerischen Fragen (ausgenommen Steuern und Rentenversicherung) sowie zu Krankenkassenfragen. Der LIV organisiert zudem ein breites, ortsnahes und kostengünstiges Seminarangebot, bietet eine Stellen-, Geschäftsund Gerätebörse an und erstellt auf Anfrage Verträge, Unternehmensexposés und Arbeitszeugnisse. Er berät seine Mitglieder außerdem bei der Unternehmensnachfolge und dem Unternehmensverkauf und schließt Rahmenverträge. Hopf zufolge wird von dem Komplettservice die Beratung im Bereich Krankenkasse von den Mitgliedern am häufigsten in Anspruch genommen. An zweiter Stelle stünden rechtliche Fragen sowie Fragen zur Unternehmensnachfolge bzw. zum Unternehmensverkauf. Auf dem Plan Die Agenda des LIV Bayern wird nach eigenen Aussagen aktuell von der Einführung und Organisation des Präqualifizierungsverfahrens, den Vorbereitungen für einen neuen Tarifvertrag und der Organisation einer überbetrieblichen Ausbildung bestimmt. Die Gewinnung neuer Mitglieder sowie die Verbesserung des Organisationsgrades gehört hingegen zum Tagesgeschäft. Ziel ihrer Arbeit sei nicht, sich von anderen Landesverbänden abzuheben, sondern vielmehr neben der Erfüllung der klassischen Aufgaben ein voll umfängliches und bedarfsgerechtes Dienstleistungsangebot für seine Mitglieder zu bieten. Und das bisher offenbar mit Erfolg: So ergab eine interne Umfrage unter den Mitgliedern (2008) eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Dienstleistungsangebot des LIV. Dieses Niveau gelte es zu halten und weiter zu verbessern, so der Geschäftsführer der Bayern optimistisch.

Ich bin Mitglied beim Bayerischer Landesinnungsverband für Augenoptik und Optometrie, weil …

Thomas Ernst, Vorstand und Beisitzer Augenoptikerinnung München/Oberbayern:

„… ich denke, dass es für unseren Berufsstand wichtig ist, sich in der Öffentlichkeit bemerkbar zu machen – auch wenn das manchmal schwierig ist. Auch berufspolitisch ist es wichtig, sich zu organisieren und zu sagen: Hallo, hier bin ich, das möchten wir, das brauchen wir, das sind unsere Ziele! Als Innungsmitglied erhalte ich außerdem Informationen, die ich als Nicht-Mitglied nicht hätte. Davon profitiert auch mein Betrieb!“ 

Hans Hopf, Geschäftsführer LIV Bayern:

„… wir die gemeinsamen Interessen der bayerischen Augenoptiker in der Berufspolitik, im Aus- und Weiterbildungsbereich artikulieren und vertreten. Weil wir uns als Stabsstelle unserer Betriebe verstehen und als kompetenter Ansprechpartner für unsere Mitglieder zur Verfügung stehen. Und weil wir eine Plattform für den Gedankenaustausch unserer Mitglieder bieten – gerade in der Zeit hohen Wettbewerbs benötigt jeder Anregungen und den Gedankenaustausch mit den Kollegen.“ 

Sabine Stief, stellvertretende Landesinnungsmeisterin und Mitglied des Vorstandes Innung Schwaben:

„… wir die gemeinsamen Interessen der Augenoptikbetriebe artikulieren und nach außen vertreten. Nach dem Motto „Gemeinsam gestalten“ erfüllen wir so die gemeinsamen Ziele in der Augenoptik – auch auf regionaler Ebene! Mir persönlich ist dabei das Ziel, den Berufsnachwuchs mit hoher Qualität auszubilden und zu fördern, besonders wichtig. Als Mitglied im LIV oder der Augenoptikerinnung steht einem außerdem ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite.“ 

Rainer Hankiewicz, Landesinnungsmeister LIV Bayern,Obermeister München/Oberbayern:

„… wir nur gemeinsam unseren Beruf des Augenoptikers mit seinem hohen Anspruch weiter entwickeln und ihn an geänderte Rahmenbedingungen anpassen können. Ebenso sichert uns nur ein breit aufgestellter und fachlich sehr gut ausgebildeter Berufsnachwuchs in Zeiten rückläufiger Schulabgängerzahlen das hohe Ansehen, das unser Beruf genießt. Dafür trete ich ein! Als mittelständischer Betriebsinhaber unterstützt mich die Innung schnell und kompetent in vielen rechtlichen und betrieblichen Angelegenheiten. Dies erspart mir Zeit, die ich für eine Kernaufgaben gut verwenden kann. Niemand kennt unseren Beruf besser als unsere Innung.“ 

Mehrwert der Mitgliedschaft beim LIV Bayern:

  • Finanzielle Vergünstigungen
  • Zeitgewinn
  • Informationsvorsprung
  • Netzwerk
  • Gestaltungsmöglichkeiten
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Aktuell wird die Agenda des LIV Bayern von der Einführung und Organisation des Präqualifizierungsverfahrens, den Vorbereitungen für einen neuen Tarifvertrag und der Organisation einer überbetrieblichen Ausbildung bestimmt.
 

Artikel aus Deutsche Optiker Zeitung (DOZ) Ausgabe 04/2011

 

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