Ratgeber: Tipps für den Sonnenbrillenkauf
Mafiabosse, Rapper und Showstars müssen sie natürlich immer tragen, sommers wie winters, Tag und Nacht. Aber sobald der Frühling sein blaues Band durch die Lüfte flattern lässt, beginnt die Sonnenbrillensaison für alle anderen. Undenkbar, oben ohne, dafür aber augenzwinkernd im Eiscafe zu sitzen.
Sonnenbrillen sind das Lieblingsaccessoire beim Sehen und Gesehen werden. Ganz gleich ob Unisex-Modell, brombeerfarbene Retro-Fassung, das verspiegelte Modell „Cop“ oder das angesagte Schild-Design: Beim Kauf einer Sonnenbrille sollte der Kunde auch auf die inneren Werte achten. Denn nur mit einer hochwertigen Sonnenbrille machen Wochenend und Sonnenschein richtig Spaß. Hier einige Grundregeln:
Machen Sie vor dem Kauf einer Sonnebrille einen Sehcheck oder besser noch einen Sehtest beim Optiker! Stellt sich eine Fehlsichtigkeit heraus, können Sie gleich zu einer Sonnenbrille greifen, die Ihre Fehlsichtigkeit korrigiert.
Kaufen Sie nur Brillen mit einem CE-Zeichen. Es bedeutet, dass die jeweilige Brille der EU-Norm entspricht und einen UV-Schutz aufweist. Trotzdem bietet das CE-Zeichen keine abschließende Sicherheit – es gibt keine unabhängige Instanz, die je-des Modell prüft. Zwar prüfen die meisten europäischen Hersteller ihre Brillen mit ei-nem freiwilligen Zusatztest, es können aber auch Importe, etwa aus Asien, das CE-Zeichen tragen und trotzdem keinen ausreichenden UV-Schutz aufweisen. Solche Brillen zu erkennen ist für den Kunden schier unmöglich. Ausweg: Die meisten Augenoptiker haben Messgeräte, mit denen der UV-Schutz gemessen werden kann.
Achten Sie auf die Blendschutzkategorie. Der Blendschutz wird über die Tönung der Gläser erzielt. Je dunkler die Gläser, desto höher die Lichtdämpfung und damit der Blendschutz. Renommierte Hersteller haben den Blendschutz in Kategorien unterteilt, Gläser für bestimmte Lichtverhältnisse konzipiert. Die Bezeichnung der jeweiligen Kategorie findet sich an der Innenseite der Bügel und reicht von 0 bis 4.
Bei leicht gewölbten Brillen oder schlechter Glasqualität kann es zu Verzerrungen im Glas kommen. Mit einem einfachen Test ist das zu erkennen: Nehmen Sie die Brille in beide Hände und halten sie vor eine gerade Linie. Schieben Sie jetzt die Brille hin und her. Bei schlechten Gläsern werden Sie merken, dass sich die gerade Linie wölbt oder verzerrt. Auf diese Brille sollten Sie verzichten.
Passt der Sitz der Brille? Weder die Nasenauflage noch Scharniere oder Bügel dürfen drücken.
Brillen mit verschrammten oder zerkratzten Gläsern sind ein Fall für den Mülleimer. Jede noch so kleine Schramme im Brillenglas zwingt das Auge zur ständigen Korrektur, die Augen ermüden.
Achten Sie auf die Farbe der Gläser. Bei bunten Tönungen empfiehlt sich der Blick auf eine Ampel: Können Sie Rot und Grün gut unterscheiden, steht dem Kauf nichts im Wege.
Lassen Sie sich vom Augenoptiker fachmännisch beraten.
Link: KGS-Hompage
Quelle: Kuratorium Gutes Sehen (KGS)
PDF herunterladen
|