Augenoptikerinnung Thüringen

Rund 50 Prozent der Augenoptiker in Thüringen sind Mitglied bei der AOI. Diese Mitglieder gelte es zu halten, aber auch neue Mitglieder für ihre Berufsvertretung zu gewinnen, so die Geschäftsführerin. Ganz allein steht sie natürlich nicht da: Hilfe bekommt sie beim Thema Ausbildung und Werkstatt von Augenoptikermeister Andreas Witt, verantwortlich für die überbetriebliche Ausbildungdes Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrums Jena-Göschwitz (SBSZ), sowie von sechs Ehrenamtlern, die sie bei fachlichen Themen unterstützen und aktiv in den Ausschüssen des ZVA tätig sind. Gemeinsame Aufgabe sei es, Mitglieder mit neusten Informationen zu versorgen, sie in Fragen der Ausbildung und Berufspolitik zu beraten, aber auch „immer neue Wege zu finden, um das Leistungsangebot weiter zu steigern“, meint Bauer. 

Mittendrin statt nur dabei 

Die relativ kleine Mitgliederzahl hat seine Vorteile: So zählt der ständige Kontakt zu den Innungsmitgliedern zum wichtigsten Engagement der AOI Thüringen. Zu diesem Zweck findet beispielsweise jedes Jahr eine Jahresendveranstaltung statt, bei der in geselliger Runde ein gemeinsamer Abend verbracht wird. Auch in diesem Jahr ist ein Grillabend samt Wanderung geplant. Bauer: „Der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern ist uns sehr wichtig. Dabei vergessen wir aber nicht, immer wieder den Kontakt zu Nichtinnungsmitgliedern zu suchen.“ Auch verbandsintern sei die Stimmung gut. Die Zusammenarbeit im Vorstand sei sehr gut und auch mit der FSfAO und der Fachhochschule in Jena pflege man seit Jahren enge Kontakte. So befindet sich die betriebliche Lehrunterweisung der AOI in dem neu errichteten Berufsschulzentrum in Jena-Göschwitz. Dort werden in Zusammenarbeit mit der FSfAO Weiterbildungsseminare für Innungsmitglieder veranstaltet, welche durch die Innung finanziell unterstützt werden. Außerdem ist die AOI Thüringen Mitglied im Förderkreis der Fachhochschule Jena. In beiden Lehranstalten
werden in regelmäßigen Abständen Vorstandssitzungen abgehalten und die Arbeit des Innungsverbandes den Auszubildenden und Studenten mit dem Ziel der Nachwuchswerbung vorgestellt.

Miteinander

Ganz nach dem Motto des ZVA „Gemeinsam Gestalten“ arbeitet die AOI mit anderen Landesinnungen zusammen und bietet Leistungen anderer Innungen mit an. So kooperiert sie beispielsweise auf dem Gebiet der Werbung unter anderem mit dem SWAV oder ermöglicht ihren Mitgliedern die Teilnahme an Weiterbildungen des MDAV und umgekehrt. Zu ihrem Service zählt unter anderem Beratung im Vorfeld der Lehrlingsausbildung, Unterstützung bei der Durchführung des Präqualifizierungsverfahrens, Beratung bei wettbewerbsrechtlichen Fragen und die Organisation von Workshops in Zusammenarbeit mit der Fachschule für Augenoptik und der Fachhochschule in Jena. Am häufigsten angesprochen werden Ausbildungsfragen, Details zum Präqualifizierungsverfahren sowie eine unterstützende Zusammenarbeit bei Betriebsgründungen und Nachfolgeregelungen, bzw. Betriebsübergaben. Jedes Mitglied hat außerdem die Möglichkeit, den internen Bereich der Innungs-Homepage zu nutzen. Der Internetauftritt wurde 2010 erneuert und bietet dem User neben aktuellen News aus der Berufspolitik unter anderem eine Lehrstellenbörse samt Stellenangeboten und Tauschbörse an. 

Neue Herausforderungen 

„Die Vielschichtigkeit des Tätigkeitsfeldes ist immer wieder eine Herausforderung für mich“, erklärt Bauer die Freude an ihrer Arbeit. Diese Herausforderung begann bereits 2006, als sie nach gerade mal sechs Monaten im Amt die ZVAVerbandstagung auf der Wartburg in Eisenach mit organisierte. Und in diesem Tempo ging es weiter. „Wir haben seitdem viel geschafft und umgekrempelt: Es entstand eine neue Homepage, neue Formen der elektronischen Informationsübermittlung und viele Erneuerungen in den Verwaltungsabläufen“, beschreibt die Geschäftsführerin die gemeinsame Leistung. Die Erwartungen an eine Berufsvertretung hätten sich in den vergangenen Jahren verändert. Bauer: „Heutzutage müssen die Leistungen viel stärker sichtbar gemacht werden, was nicht immer einfach ist. Wir arbeiten daran!“

Ich bin Mitglied bei der AOI Thüringen, weil …

Karl-Heinz Gleichmann, Stellvertretender Obermeister:

„… es für mich 1991, als ich das Geschäft meines Vater übernommen habe, eine Selbstverständlichkeit war, auch seinen Platz in der Innung zu übernehmen. Über die Vorteile einer Interessenvertretung des Berufsstandes wurde in den bisher veröffentlichten Berichten eigentlich alles  gesagt, bis auf eines: Die Augenoptikerinnung ist die einzige territoriale Interessenvertretung für unseren Beruf, nicht die Handwerkskammer und nicht die IHK. Deshalb engagiere ich mich als stellvertretender Innungsobermeister für den Berufsstand in Thüringen und im PR-Ausschuss des ZVA.“

Detlef Micheli, Obermeister: 

„… sie für mich erster Ansprechpartner für jegliche Belange der Augenoptiker und der Organisation von Weiter- und Ausbildung des Augenoptikernachwuchses ist. Weiterhin ist sie ein starker Partner in Fragen der Zulassung, Betriebsgründung bzw. Präqualifizierung. Nur in einer großen Berufsgemeinschaft wie der Augenoptikerinnung kann man Aufgaben wie Höherpositionierung und qualifizierte Ausbildung bewältigen. Gerade heute, im Zeitalter der vielen Filialisten und des Internets, ist eine Mitgliedschaft in einer starken Innung wichtig. Als Innungsmitglied bin ich immer auf einem aktuellen Wissensstand und habe einen qualifizierten Ansprechpartner an meiner Seite.“

Gerd Thiele, Vorstandsmitglied:

„… ich der Meinung bin, dass selbst sehr viele Einzelkämpfer nicht die gleichen Möglichkeiten haben wie ein starker Verband. Nur dieser kann verhindern, dass unser Beruf irgendwann in vielen Bereichen „fremdbestimmt“ wird. Weil ich außerdem gerne anderen Kollegen bei Fragen oder Problemen zur Seite stehe und man auch mir bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite steht. Und weil ich nur hier die Kontaktlinsen- und Pflegemittelmarke mit dem Opti-Man bekommen kann, die – für mich unverständlich – noch nicht die Verbreitung in Thüringen gefunden hat, die sie verdient hätte.“

Mehrwert der  Innungsmitgliedschaft in der AOI Thüringen

  • Ansprechpartner in beruflichen und rechtlichen Fragen
  • Vorsprung durch schnelle Informationsweitergabe
  • Gemeinsame Werbung
  • Diverse Weiterbildungsangebote
  • Vernetzung mit allen Innungsmitgliedern


 

Artikel aus Deutsche Optiker Zeitung (DOZ) Ausgabe 07/2011

 

zurück zur Übersicht